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(Februar, 2002)

  1. Banksysteme früher, Heute und Morgen in Dänemark
  2. IT allein genügt nicht

Banksysteme früher, Heute und Morgen in Dänemark Tilbage

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HISTORISCHE ENTWICKLUNG


Sparkassen und Banken



Die Sparkassen

Die erste Sparkasse wurde im Jahre 1810 auf dem Gut Holsteinsborg (Dänemark) ein-gerichtet. Sie nahm ursprünglich nur Erspar-nisse entgegen und gewährte keine Darle-hen. Die Sparkassen ihrerseits begnügten sich damit, Ihre Gelder zur Verzinsung bei der Nationalbank anzulegen, d.h. sie fun-gierten eher als eine Art Kassenmeister für die Anleger. Erst ab ca. 1830 gewährten sie Darlehen, womit ihr Betrieb nun dem, einer Bank glich.

Beispiel eines Zielparagraphen von 1915:

Die Zielsetzung der Kasse ist, den Einwohnern des Pastorates, insbesondere den Dienstboten sowie den weniger Vermögenden, den Zugang zu erleichtern, um kleinere Beträge aufzuspa-ren, oder kleinere Darlehen für kürzere Zeit-räume zu gewähren.


Nach 1860 nahm die Anzahl der Sparkas-sen in Jütland (Dänemark) massiv zu. 1864 zählte man 30 Kassen; 1874 waren es bereits deren 218. Es waren ausgesprochen land-wirtschaftliche Sparkassen und Gemeindes-parkassen. Die Entwicklung lief parallel zum Aufbau des Eisenbahnnetzes und der wachsenden wirtschaftlichen und politischen Bedeutung der Bauern.
Das gesamte Darlehen aller Sparkassen überstieg nach den Jahren 1860 dasjenige der Nationalbank. Die Rolle der Nationalbank ähnelte mehr und mehr einer richtigen Zen-tralbank, d.h. ‚Kreditgeber in letzter Instanz‘, (oder ‚die Bank der Banken‘). Von den Jahren 1860 an verwendete die Nationalbank ihr Zinssatz als Kredit-Regler.

Die erste Privatbank ‚Fyens Disconto Kasse‘ wurde im Dezember 1846 gegründet. Die Verzinsung des Aktienkapitals dieser Banken war ursprünglich als wesentlichster Bestandteil vorgesehen, nach und nach wurden sie jedoch zu eigentlichen Einlagebanken nach englischem Vorbild. Vom ca. 1860 an fungierten sie als eigentliche Depositenbanken, d.h. Banken, die die Einlagen weiter verleihen, und Gewinn aus den Zinsdifferenzen schlagen.


Die erste private Hauptbank Kopenhagens, ‚Privatbanken‘ wurde im November 1857 gegründet. Sie war eine moderne De-positenbank, in der das Aktienkapital eine begrenzte Rolle spielte, wohingegen die Einlagen (Folio) und die Darlehen die dominierende Rolle spielten. Die Anleger konnten u.a. über ihr Guthaben verfügen, indem sie Schecks ausstellten. Es war erst um 1900, als die Verwendung von Schecks in Dänemark gebräuchlich wurde und erst im Jahre 1927 war der Gebrauch von Schecks so weit verbreitet, dass Scheckclearing bei der Nationalbank eingeführt wurde. Die ”Privat-banken” führte im Jahr 1858 das Kontokor-rent ein, jedoch nicht den Kontokorrentkredit. Schon im Jahre 1860 war die Wechseldis-kontierung der ”Privatbanken” grösser als die der Nationalbank.


In Dänemark gibt es heute zwei Gross-banken (Nordea und Danske Bank), sowie eine Reihe kleinerer Banken und Sparkas-sen, die sich entweder gezielt an spezielle geographische Räume oder Gruppen von Kunden richten.


Eine gemeinsame Sache aller Banken heute ist, dass sie alle finanzielle Super-märkte geworden sind, die alles anbieten, von Kinderspareinlagen über Bau- und Wohnkredite (Realkredite) bis zur Altersvor-sorge. Die heutigen Banken bewegen sich ebenfalls im Bereich IT als Dienstleistungslieferanten für e-Handelsysteme, PC-Banking, Budgeterstellung und andere Ver-waltungstools, alles um den Kunden einen grösstmöglichen Service bieten zu können und auch um den Kunden stärker an die Bank binden zu können.


Betrachtet man das primäre (ursprüngliche) Geschäftsgebiet der Bank, so hat sich dieses von Bargeld, über Schecks, Plastik-karten bis zum heutigen Internet-Handel bewegt. Die Art der Transaktionen hat sich von Bargeld und Schecks auf Karten und e-Handel verlegt, was grosse Einsparungen im Bereich Personal und Platzbedarf mit sich bringt.


Die neuste Errungenschaft der Banken und Sparkassen ist, den Kunden Zugang zu Kontoinformationen und Transaktionen im Netz zu gewähren, anstatt ihnen Kontoaus-züge per


IT allein genügt nicht Tilbage

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In den Jahren 1995 bis 2000 erlebte die amerikanische Wirtschaft ein bis anhin uner-reichtes Wachstum der Arbeitsproduktivität von jährlich 2,5% (gegenüber früher von 1,4%). Gleichzeitig verdoppelten die US-Unternehmen ihre IT-Investitionen. Viele glaubten deshalb, dass die neuen IT-Technologien die grossen Wachstumsraten verursacht hätten. Der Begriff „New Eco-nomy„ wurde ins Leben gerufen.


McKinsey Global Institute hat gerade eine umfangreiche mikroökonomische Studie über die Ursachen der grossen Wachstumsraten in der US-Wirtschaft 1995 – 2000 veröffentlicht.


Das Team von McKinsey kommt zu einem ganz anderen Resultat, als die des „New Economy„.


Obwohl in gewissen Branchen die IT-Investitionen grosse Einwirkungen auf die Produktivität hatte, gab es viele Branchen, in denen sie keinen Einfluss nahm. Laut McKin-sey-Studie war die neue IT-Technologie nur eine von mehreren Faktoren – und noch nicht einmal die Wichtigste! Eine Kombination von innovativen Faktoren – darin eingeschlossen IT und IT-Anwendung – und die freie Markt-wirtschaft waren zusammen ausschlagge-bend für die grosse Wachstumsraten von 1995 bis 2000.


Der Bericht ’U.S. Productivity Growth 1995 to 2000: Understanding the contribution of Information Technology relative to other fac-tors. Washington, October 2001’ kann von der www.mckinsey.com–Homepage down-loaded werden.
Die Studie ist auch Beweis dafür, dass es keine „New Economy“ im Gegensatz zu „Old Economy“ gibt. Es gibt nur „Economy“.


Es ist dankerregend, dass laut McKinsey-Studie die freie Marktwirtschaft wichtiger ist für das Wirtschaftswachstum als der Einsatz von IT-Technologie.


Als Faktum bleibt doch, dass IT eines un-ter mehreren wichtigen innovativen Werkzeu-gen ist, wenn es darum geht, die Produktivität zu erhöhen. Jedoch, wie bereits erwähnt, in gewissen Branchen ausgeprägter als in an-deren.


Das Team von McKinsey stellt über dies auch fest, was die IT-Anwendung von gröss-ter Wirkung ist: So genannte „vertikale“ Bran-chen-Lösungen, mit direkter Einwirkung auf die branchenspezifischen Kernkompetenzen. Im Gegensatz dazu bringen generelle „Sup-port“-Lösungen keine messbare Produktivi-tätsverbesserung.


Die McKinsey-Studie untersucht insbe-sondere die sechs „Jumping“-Sektoren, die praktisch das ganze Wachstum von 1995 bis 2000 erzeugten: Detailhandel, Einzelhandel, Handel mit Wertschriften, Telekommunikati-on, Herstellung von Computerchips und Her-stellung von Computern.


Ausserdem wird auf die drei Sektoren, die trotz riesigen IT-Investitionen keine Produkti-vitätssteigerung erreichten, fokussiert: Hotel-betrieb, Betail-Banking und Long-Distances-Datatransmission.


Lesen Sie unbedingt die McKinsey-Studie. Die Zeit dafür lohnt sich ganz bestimmt.


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